Die Themenausstellung ist ein neues Format im DKKD-Festival. Angesichts der wachsenden Zahl der Künstler*innen die beim Festival ausstellen wollen, sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, wenigstens mit einem einzelnen Exponat dabei zu sein. Auch von dieser Möglichkeit wurde so stark Gebrauch gemacht, dass unsere Jury auswählen musste.
Die kuratierende AG Bildende Kunst hatte bei der Themenwahl im Sinn, dass das bürgerschaftliche Engagement für die Erhaltung der historischen Altstadt und ihre kulturelle Belebung immer wieder von „übermütigen“ Visionen getragen wurde. Nach drei Bränden in der Altstadt und drei Jahren Pandemie sehnen sich viele Mündener Fachwerk- und Kultur-Aktivisten danach, dass diese Quelle ihres Handelns neue Nahrung bekommt.

Die russische Invasion in der Ukraine am 24 Februar 2022 führte dann dazu, dass Heute und Morgen noch stärker überschattet wurden von (Zukunfts)Ängsten und Übermut die existentielle Bedeutung von Überlebensmut annahm. Die Ausstellung zeigt all diese Facetten.

Auch hinsichtlich der verwendeten Techniken bietet die Themenausstellung eine große Vielfalt. Vertreten ist Malerei von Martina Doll, Melanie Götz, Helga Reimann, Daniela Renneberg, Annett Schauß und Christiane Stock. Collage-Arbeiten haben Christine Herbold-Ohmes, Manfred Pilz und Bianca Seidel beigetragen. Freies Art-Work in einer verwegenen Kombination aus traditionellem Klöppelhandwerk mit Acrylmalerei zeigt die Gruppe „Spitze im Team“.
Fotografische Arbeiten präsentieren Astrid Burkhardt, Jutta Biesemann, Christa Loose, Tamara Wahby und Peter J.M. Schneider in einer hier thematisch integrierten Einzelausstellung. Videokunst ist zu sehen von Hans-J. Köhler, Roza Rueb und Anne Toss, die in der Themenausstellung ihre in der Langen Straße 20 aufgebaute Rauminstallation zusätzlich barrierefrei als Video zeigt.

Außerdem gehören eine Stahlplastik von Hermann Beneke und eine Installationsarbeit von Christa Zenzen zu den Exponaten der Ausstellung. Am letzten Wochenende des Festivals bekommt diese Themenausstellung einen Abschluss durch eine musikalisch begleitete Lesung von Peter J.M. Schneider.

Auf zur St. Blasius-Kirche