St. Blasius-Kirche


Die dreischiffige gotische Hallenkirche mit Satteldach und dem benachbarten Turm wurde humorvoll als „brütende Glucke“ in mitten der Altstadthäuser beschrieben. Eindoppelt schönes Bild, denn das Dach ähnelt ausgebreiteten Flügeln und gleichzeitig wirken die umliegenden Häuser wie schutzsuchende Küken.
Einer der großen Financiers der Kirche war Herzog Wilhelm der Jüngere von Braunschweig-Lüneburg, der unbedingt in St. Blasius begraben sein wollte. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er nämlich in Münden. Frühzeitig ließ sich er einen Steinsarkophag fertigen, der ihn in voller Rüstung darstellte. So weit so gut. 1494 war sein Sarg fertig – gestorben ist der Fürst erst 1503.
Schon um 1330 wurde damit begonnen, die romanische Kreuzbasilika im Stil der Gotik umzubauen. 1487 wurden die heutigen Außenmauern vollendet, der Turmbau wurde in den 1580er-Jahren fertiggestellt. In den Räumlichkeiten, die von einer Balustrade umgeben sind, lebte und arbeitete bis 1923 der Türmer samt Familie. Seine Aufgaben: Er musste die Glocken läuten und nachts Brandwache halten.
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