Lange Straße 20 (Sonnenuhrenhaus)


Das Haus in der Langen Straße 20 trägt den Beinamen Sonnenuhrenhaus. Dieses Kennzeichen gibt es erst seit 1948 als Uhrmachermeister Albert Hofmeister das Haus unter der Regie des Stadtbildpflegers Alfred Hesse von der Putzverkleidung befreien ließ. Im zweiten Obergeschoss gestaltete Hesse die Sonnenuhr, weil er der Meinung war, dass die Stadt nach dem Krieg schöner werden sollten. Das Haus birgt noch weitere Überraschungen. 1970 wurde der Mittelständer und die rechten Stütze des rekonstruierten Doppeltoreingangs mit der Schnitzerei und der Datierung des Hauses: „MATHEWS BRUNS 1591“ entdeckt. Unter der Regie von Stadtbildpfleger Heinz Hartung fand zunächst die Komplettierung des rechten Toreingangs statt. Mit dem Einzug der Dr. Eisenbart-Apotheke, der letzten gewerblichen Nutzung, wurde der zweite Torbogen rekonstruiert. Fächerrosetten oder Sonnen waren im niedersächsisch-norddeutschen Raum in der Spätgotik weit verbreitet, in Münden hingegen geprägt von dem thüringisch-hessischen Fachwerktypus eine Ausnahme.
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