Bahnhof

Mitten im freien Feld begann 1851 ein Projekt, das Hann. Münden nachhaltig prägen sollte: der Bau der Hannöverschen Südbahn. Bis zu 500 Arbeiter bewegten Erde mit Schiebekarren und Loren – reine Muskelkraft statt schwerer Maschinen.
Als 1856 die beeindruckende Werratalbrücke fertiggestellt war, rollten die ersten Personenzüge von Hannover nach Münden. Ein Jahr später entstand das Bahnhofsgebäude – ein schlichter Ziegelbau, dessen Planung vom bekannten Architekten Conrad Wilhelm Hase beeinflusst wurde.
Der Bahnhof lag bewusst außerhalb der Altstadt. Doch genau das wurde zum Motor einer neuen Entwicklung: Mit der neuen Verbindungsstraße entstand das Bahnhofsviertel. Öffentliche Gebäude, prächtige Fabrikantenvillen und zahlreiche Industriebetriebe siedelten sich an. Was zunächst wie ein abgelegener Standort wirkte, entwickelte sich zum wirtschaftlichen Herzschlag einer wachsenden Stadt.
Nach Jahren des Wandels erhielt das historische Empfangsgebäude 2005 eine neue Zukunft: Nach der Privatisierung wurde es umfassend saniert und bewahrt bis heute ein bedeutendes Stück Mündener Eisenbahngeschichte.
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Programm
Kunst
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