Rollberg 14
Textquellen: Stadtarchiv Osterode · Textfassung: Heike Grobis · Fotos: Daniel Li

Das Haus ähnelte in groben Zügen seinem Nachbarn Nr. 12. Auch dieses Gebäude wurde erbaut vor 1600 auf einem niedrigen Sockel und war ein Ackerbürgerhaus mit Gewölbekeller und Durchfahrtsdiele. Das zweite Obergeschoss kragt auch hier um eine Balkenbreite über; die Schwellbalken sind ungewöhnlich kräftig. Allerdings besitzt es keinen Windfang.

Vor 1887 richtete man in Erdgeschoss und Hintergebäuden eine Bäckerei ein mit Laden und Backstube, daher gibt es seitdem in diesem Bereich starke Veränderungen. Im Hof gab es die ortsüblichen Bauten für Waschküche, Stall usw. ohne Jahresangaben.

Erster überlieferter Besitzer ist 1610 Andreas Balhusen, gefolgt vom Weißgerber Hans Saustecher, Schneidermeister Hans Christoph Düherkauf (Teuerkauf), 1689 Braumeister und Böttcher Philip Greve mit Frau, zwei Kleinkindern und Lehrjunge; anschließend Riemermeister Hans Jürgen Kleuker (vgl. Nr. 12). Im 18. Jhdt. folgten Mauermeister Heinr. Trümper als Schwiegersohn, Seiler Christian Heinr. Plenge als wiederum dessen Schwiegersohn, Strumpf-Fabrikant Joh. Christian Angerstein, dann ein Christian Friedr. Plenge sowie zeitgleich Zinngießer Joh. Dieterich Spötter, gefolgt von Anna Christine Spötter. Ab 1751 wird das Haus zur Bäckerei: zunächst Bäckermeister Friedr. Wilh. Ruhstein, Bäckerm. Friedr. Wilh. Friese als 2. Ehemann der Witwe, Bäckerm. Joh. Friedr. Vogelsang (Stief-Schwiegersohn) zeitgleich mit Joh. Heinr. Wilh. Schrader. Kurz unterbrochen 1829 durch einen Schustermeister Joh. Friedr. Bollmann, bereits 1830 Bäckersfrau Johanne Henriette Dorothee Marianne Leopoldine Klapproth, Bäckerm. Georg Carl Friedr. Klapproth, Bäckerm. Friedr. Klapproth (Sohn), Bäckerm. Carl Giesecke. 1919 war es schließlich Bäckerm. Heinr. Fischer, 1945 Bäckerm. Alfred Fischer, 1950 Bäckerm. Heinz Schmidt, 1959 Bäckerm. Walter Baumann

Lage

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Kunst

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